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Aktuelles
20.10.2022

Ein dynamisches Duo für Patentrecht

Dr. Diana Taubert und Dr. Jörn Plettig von ETL IP stellen sich vor

Diana Taubert und Jörn Plettig. Die beiden Patentanwälte sind die idealen Partner, wenn es um gewerblichen Rechtsschutz geht. Wer die beiden in gelöster Atmosphäre interagieren sieht, dürfte sich aber auch relativ schnell bei dem Gedanken erwischen, dass die beiden die idealen Partner für eine feierliche Runde wären. Spitzzüngig, mit feiner Ironie, dabei aber stets wertschätzend und auf Augenhöhe liefern sie sich einen Schlagabtausch, der einen guten Eindruck dessen vermittelt, was die ETL IP-Experten, ihre Arbeitsphilosophie und ihren Arbeitsalltag so besonders macht. Darüber und viele weitere Aspekte sprachen wir mit den beiden Berlinern „mit Leib und Seele“, wie sie im Interview nicht ohne Stolz betonen.

Diana, du bist promovierte Physikochemikerin, Jörn ursprünglich Biologe im Bereich Genetik und Molekularbiologie. Wie landen Menschen mit so einem Lebenslauf als Patentanwälte bei ETL IP?
DT: Eine berechtigte Frage. Ich habe nebenbei BWL studiert und nach meinem Abschluss unter anderem acht Jahre als Entwicklungsingenieurin in der Photovoltaik gearbeitet. Dann habe ich mich für eine berufliche Neuorientierung entschieden und bin 2013 Patentanwältin geworden. 2018 hat mich ETL angerufen. Hintergrund: ETL plante damals mit den Patentanwälten eine neue Branche aufzumachen. Mich traf dieses Angebot in einem Moment, in dem ich vor der Entscheidung stand, Partner in meiner damaligen Kanzlei zu werden, etwas ganz Eigenes aufzumachen oder eben bei ETL diesen Bereich aufzuziehen. Das Modell bei ETL hat mich dann sofort überzeugt – von der ersten Stunde der ETL IP an, die damals noch anders hieß.
JP: Wie ich zur ETL gekommen bin? Ein Headhunter hat mich damals direkt zu Diana geführt, als sie die ETL IP aufgebaut hat. Und was soll ich sagen: Wir haben sofort sehr gut harmoniert – fachlich und menschlich. Das hat sich auch bis heute nicht geändert. Darüber hinaus hat sich nun auch mehrfach bewahrheitet, dass wir exzellent zusammenarbeiten können.
DT: Es gab damals eine große Auswahl an Bewerbern. Aber bei Jörn hat es sofort „gematcht“. Ich hatte beim ersten Gespräch schon ein konkretes Projekt im Gepäck – die DIN 77006; ein DIN-Standard für ein ganzheitliches und aktives IP-Management. Damals war die Idee noch gar nicht öffentlich, sondern es gab nur Gerüchte. Ich habe allerdings zu Jörn gesagt: „… das machen wir!“. Er hat sofort den USP gesehen. Heute sind wir die ersten Patentanwälte in Deutschland, die offiziell zertifiziert beraten oder auditieren dürfen. Man sieht also: Wir hatten von Anfang an die gleiche Vision. Das Ziel, wo wir hinwollen und wie wir denken, um es zu erreichen, das verbindet uns. Allerdings, und da stimmen wir ebenfalls überein, nicht um jeden Preis. Nicht auf Kosten der Mandanten, Mitarbeiter und nicht auf Kosten der Familie.

Was zeichnet euch bei ETL IP in eurer Arbeit aus?
DT: Der geläufige Weg eines Patentanwalts besteht aus einem technischen Studium, anschließend ein Jurastudium und eine Ausbildungsstation. Bis zu diesem Zeitpunkt hat er oder sie aber oftmals noch kein Unternehmen von innen gesehen. Wir bei ETL IP waren jedoch alle mehrere Jahre in der Industrie tätig. Wir wissen, was unsere Mandanten wollen, weil wir eben schon an ihrer Stelle standen. Das ist etwas Besonderes in dieser Branche.
JP: Dadurch sind wir immer in der Lage, ganzheitlich zu beraten. Marke, Patent, Design – bei uns gibt es das Gesamtpaket für Mandanten aus einer Hand. Viele Patentanwälte sind auch „nur“ Patentanwälte und Marken / Designs werden für gewöhnlich nicht direkt bedient. Das trifft auf uns nicht zu! Im Gegenteil, wir bieten das gesamte „Paket“ an gewerblichen Schutzrechten an und sprechen dabei die Sprache unserer Mandantschaft und nicht reinen „Anwaltssprech“.

Was unterscheidet ETL von anderen Arbeitgebern der Branche?
DT: Ich war vor meiner Zeit bei ETL in der damals größten Berliner Patentanwaltskanzlei tätig, Jörn international. Was ETL von diesen unterscheidet ist das Konzept der Zusammenarbeit. Selbst am Anfang unserer Tätigkeit, als wir viel Aufbauarbeit zu leisten hatten und viele Hürden aus dem Weg räumen mussten, habe ich immer gesagt: ich habe mich noch nie so frei gefühlt. Ich war noch nie so selbstbestimmt, trotz der enormen Verantwortung, die auf meinen Schultern lag. Die Gestaltungsmöglichkeiten für uns sind sehr groß. Außerdem wird großer Wert auf innovatives Denken gelegt. Und dieses Konzept der Zusammenarbeit bei verhältnismäßig großer individueller Autonomie macht ETL besonders. Das leben wir bei uns. Wir haben innerhalb von ETL IP eine relativ flache Hierarchie. Und ETL macht das mit.
JP: Das macht uns agil und lässt uns sehr schnell auf alle Eventualitäten reagieren, mit denen wir in unserer täglichen Arbeit konfrontiert werden. Oder wenn nötig, können wir uns prompt umsortieren. Wir fühlen zumeist beim Mandanten erst vor: wo drückt der Schuh am meisten? Und können die notwendigen Arbeiten dann im Team schnell und flexibel verteilen…
DT: … dies sogar über die verschiedenen Standorte hinweg. Wir haben hier nicht so viele Befindlichkeiten zu berücksichtigen. Das tolle an dem ETL-Konzept ist: jeder von uns (Diana Taubert, Jörn Plettig, Ingo Ludwig) hat seine eigene Kanzlei, aber trotzdem sind wir ein Team, können uns aufeinander verlassen und arbeiten miteinander am Erfolg.

Wie würdet ihr ETL in drei Worten beschreiben?
DT: gründlich, global, ganzheitlich.
JP: breit aufgestellte Rechtsgebiete (Das bietet sonst keiner!)

Wenn man euch sieht, aber auch bei euch an den Standorten zu Gast ist und einen Eindruck vom zwischenmenschlichen Umgang innerhalb der Teams einfängt, dann stößt man auf eine bemerkenswerte Lockerheit und Verbundenheit. Wie bekommt ihr das hin?
JP: Wir alle spüren natürlich den Druck der Verantwortung, die mit unserer Aufgabe einhergeht. Aber gerade dann ist eine gewisse Lockerheit im Umgang so wichtig. Wir verstellen uns nicht. Wir leben das!
DT: Wir wollen diese Lockerheit in unseren Teams auch unbedingt. Das ist also schon ein ganz wichtiger Aspekt bei der Auswahl unserer Mitarbeiter. Es muss zwischenmenschlich einfach „Klick“ machen. Das war bei Jörn definitiv der Fall.
JP: Uns verbindet der Glaube, auf diesem Weg das Team und das Projekt voranzubringen.
DT: Weil wir uns auch gegenseitig ein paar Mal aus Schwierigkeiten herausgeholfen haben. Bei unserer Branche geht es ja immer um die Existenz von Unternehmen – und zwar von heute auf morgen. Und das sind mitunter so komplexe Fälle, dass einer allein sie gar nicht bearbeiten kann. Dann muss man auf den anderen blind vertrauen können. Und das können wir!

Was begeistert euch an diesem Beruf am meisten?
DT: Die meisten Leute haben keinen Zugang zu Technik. Aber dieser Beruf verbindet Technik und Wirtschaft, und genau das begeistert mich an ihm. Schon immer interessieren mich smarte technische Lösungen von Alltagsphänomenen und so etwas wirtschaftlich zu verwerten, ist der Reiz meines Berufes. Wir als Patentanwälte bekommen immer die allerneuesten technischen Innovationen auf den Tisch gelegt. Das ist doch spannend!
JP: Langweilig wird es bei uns tatsächlich nie. Nicht nur bekommen wir immer neue Innovationen vorgelegt, auch die Rechtsprechung entwickelt sich stetig. Das heißt, da muss man sich immer fit halten. Dieser überstrapazierte Satz „man lernt nie aus“ stimmt bei uns tatsächlich.
DT: Vor allem ist super spannend, zu beobachten, aus welcher Erfindung dann etwas erfolgreiches wird. Wobei es nie nur die Erfindung, sondern immer auch der Mensch dahinter ist, der eine Idee verwertbar macht. Ein aktueller Fall wäre z. B. die Blutfilterbrille von RUBI-Glas. Als Marken- und Patentanwalt bekommt man so ein Projekt auf den Tisch und denkt sich: Tolle Erfindung. Aber die Herausforderung wird sein, sie an den Mann zu bekommen, bevor man sich von den Großen der Branche ausbremsen lässt. Auch das zu bedenken ist unsere Aufgabe.
JP: Vor allem beraten wir jede Mandantengröße – vom Einzelerfinder über das Start-up bis hoch zum Konzern. Da braucht man verschiedene Skills, die wir bei ETL IP bündeln!

Gibt es Vorurteile, die eurem Berufsstand im Alltag begegnen? Welche Sätze hört ihr häufiger, wenn ihr privat über euren Beruf redet?
DT: Marken- und Patentschutz? Brauchen wir nicht! Das hören wir ganz oft, das ist aber falsch! Und meiner Erfahrung nach typisch deutsch, wo viele eben auf Geheimhaltung statt Patentanmeldung setzen. Global betrachtet haben das mittlerweile aber fast alle Länder außer Deutschland verstanden, dass Geheimhaltung allein der falsche Weg ist. Stichwort „Industriespionage“: Über 80 Prozent der Industriespionage findet von Wettbewerbern statt. Nichts einfacher, als das Produkt eines Konkurrenten zu kaufen, auseinanderzubauen, nachzumachen, ein Patent darauf anzumelden und dem eigentlichen Erfinder zu verbieten es zu nutzen, herzustellen oder anzubieten. Fertig! Also: Marken und Patente braucht man. Gewerblichen Rechtsschutz braucht man.
JP: Man muss einfach früh die Weichen stellen. Den Gegenstand einer Patentanmeldung darf man nicht vorher selbst veröffentlicht haben, bevor sie angemeldet ist. Das wissen viele nicht und das ist daher auch ein klassischer Fehler. Dieses Wissen müsste man viel breiter streuen.
Aber die Unwissenheit über unseren Berufsstand hat natürlich den Vorteil, dass man Katalogen von Vorurteilen, wie sie etwa der Steuerberater kennt, üblicherweise nicht begegnet.
DT: An der Stelle nenne ich immer meine Lieblings-Zahlenkombination. Es gibt ca. 165.000 Rechtsanwälte in Deutschland und ca. 4.000 Patentanwälte. Wir sind also etwas ganz Besonderes.

Welche Anforderungen bestehen für eine Patentanmeldung? Wann sollte ich einen Patentanwalt aufsuchen? Und wie geht es weiter, wenn der erste Bescheid vom Patentamt negativ zurückkommt?
Diese und viele weitere spannende Fragen rund um den Schutz von Marken und Patenten klären Dr. Diana Taubert, Geschäftsführerin bei ETL IP, und Dr. Jörn Plettig, ETL IP Patentanwalt, in einer neuen Folge ETL AKTUELL, die in Kürze erscheinen wird. Seien Sie gespannt!

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